Wie man sich bettet…

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Grasegger. Ihr Haus für Tradition und Gegenwart. Garmisch-Partenkirchen

Foto: Maria Dorner

… so liegt man auch im idyllischen Schwarzach. Dort, im österreichischen Vorarlberg, stellt die Familie Hefel seit über hundert Jahren Bettwaren her, in denen sich Menschen in 45 Ländern der Welt gern ausruhen. Ein Besuch bei Weltbürgern in der Provinz.

Ulrike Hefel fährt ein wenig durch die Gegend. Sie will zeigen, warum man nicht in New York, Hongkong oder Tokio leben muss, sondern in Vorarlberg bleiben kann: Weil man rund um ihren Geburtsort Schwarzach alles hat, was auch die große weite Welt bieten würde. Denn man fragt sich schon, warum sie dageblieben ist. In ihren Lehrjahren ist sie ja auch weg gewesen, in Wien oder in Hongkong. Aber es zog sie zurück: „Festspiele, weltberühmte Architektur, Berge, Wald, See, wo hat man das alles so nah zusammen?“, fragt sie. Ja, wo? Von Schwarzach aus ist es zum Beispiel nicht weit bis zum Bregenzer Wald und an seinem Rand in Schwarzenberg gibt es schon Weltberühmtes: „Hier findet die Schubertiade statt“, sagt sie, und weist auf einen schlicht anmutenden Holzbau, den weltweit für seine Akustik gerühmten Angelika-Kauffmann-Saal. „Hier das Gasthaus Hirschen, da kann man nach den Konzerten gut essen“, sie lenkt ihren Range Rover um die Kurve: oder im Gasthof Adler auf dessen mit Ochsenblut gefärbter Fassade Doppeladler und Kaiserkrone prangen. Man könnte jetzt noch in den Bregenzer Wald hineinfahren, der ist landschaftlich einzigartig, dort spannt sie gerne aus.

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Doch es geht zurück nach Bregenz. Da gibt es natürlich den Bodensee, auf dem ihre Familie ein Motorboot besitzt. Ulrike Hefel hat einen Motorboot- und einen Segelschein. Am Ufer, im Ortsteil Hard, steht die jüngste Errungenschaft moderner Architektur: das „Hotel am See“, außen mit goldglänzender Fassade, innen mit Matratzen, Decken und Kissen, die mit feinster Hefel-Bettwäsche bezogen sind. Abends nimmt die 43-Jährige hier gerne als Aperitif einen „Hugo“, bevor sie nebenan im eleganten Gasthaus „Käth’r“ essen geht. Etwas später kommen wir am Bregenzer Kunsthaus vorbei – imposante Glasplatten, Stahl, gegossener Beton – gebaut vom international bekannten Architekten Peter Zumthor.

Ein Bau, der umstritten war in Österreich, Ulrike Hefel hat ihn immer gemocht: „Ehret das Alte und grüßet das Neue“, das sei doch das traditionelle Motto im Rheintal, begünstigt durch die offene Landschaft und das Vierländereck (Österreich, Schweiz, Deutschland, Liechtenstein) seien Toleranz und Fortschritt hier zu Hause. In Dornbirn gab es schließlich das erste Telefon der Donaumonarchie. Auch heute noch sei der wirtschaftliche Fortschritt in der Gegend zu Hause, man spreche sogar vom„Silicon-Rheintal“. Zu diesem Ruf hat die Familie Hefel nicht wenig beigetragen.

Von Ulrike Hefels Wohnung auf einer Anhöhe kann man über das ganze Tal sehen: der See, Bregenz, Dornbirn, Schwarzach und dahinter die Alpen. Viele gute Gründe, warum sie 1997 ins Familienunternehmen eingestiegen ist. Vor vier Jahren feierte „Hefel – Bed and Sleep“ hundertjähriges Jubiläum. Produziert werden hochwertige Kissen, Unterbetten, Matratzenauflagen, Bettdecken und Bettwäsche aus Micro-Tencel, einem aus Holzcellulose hergestellten Naturmaterial. Hefel exportiert die Ware in 45 Länder. In diesem Jahr lancierte Ulrike Hefel ihre „Pure Cashmere Schals und Plaids“. „Damit gehen wir zum ersten Mal aus dem Schlafzimmer hinaus in den Wohnbereich und sogar auf die Straße.“