Persönlicher Tipp von Ursula Richterich, Leiterin eines Ricola-Kräutergartens

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Grasegger. Ihr Haus für Tradition und Gegenwart. Garmisch-Partenkirchen

Wenn sich in den Hochalpen noch die letzten Schneefelder festbeißen, fängt es in Nenzlingen schon an zu duften. Auf einer Hügelkuppe über dem Örtchen bei Basel liegt einer von sechs Ricola-Schaugärten, in denen die 13 Kräuter für den berühmten Kräuterzucker präsentiert werden.

Weitere befinden sich in höheren Lagen, wie in Kandersteg und Pontresina, und öffnen entsprechend spät. Nenzlingen dagegen steht Besuchern ab Mitte Mai offen (weitere Infos: www.ricola.ch). Wer eine Führung gebucht hat, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit in das Vergnügen der profunden Erläuterungen von Ursula Richterich, einem Mitglied der Inhaberfamilie von Ricola. ALPS bat sie um Ratschläge für die Anlage eines privaten Kräutergärtleins.

Den idealen Platz finden:
Die meisten Kräuter lieben sonnige, windgeschützte Lagen mit lockerer Erde. Herrscht Halbschatten, sind Pflanzen vorteilhaft, die Feuchtigkeit mögen, wie Liebstöckel, Frauenmantel oder Minze.

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Den Standort optimieren:
Ist der Boden zu schwer, muss ich häufig harken und mulchen, damit er nicht austrocknet. Oder ich lasse nach dem Jäten das Unkraut auf dem Boden liegen; das schützt auch. Eine Zwischensaat mit Phacelia im Frühjahr verbessert zudem die Erde. Bevor ich dann Kräuter pflanze, schneide ich die Phacelia ab und arbeite sie in den Boden ein. Gegen zu viel Wind helfen Strukturen im Garten: Stauden, Sträucher oder Trockenmauern – sie sind auch Lebensraum für Tiere und Insekten.

Pflanzen natürlich pflegen:
Wir wirtschaften streng biologisch; deshalb verwenden wir keine Chemie, sondern besprühen die Pflanzen mit Schachtelhalm- und  Brennnesselsud. Vor allem ersterer ist ein wahres Wundermittel: Er fördert die Fruchtbarkeit und wirkt gegen Pilze.

Kategorie Basel Land, Fauna & Flora, Schweiz

Die gebürtige Münchnerin, Mutter dreier Söhne und promovierte Kunsthistorikerin ist ALPS-Mitstreiterin der ersten Stunde und an Vielseitigkeit kaum zu überbieten: Ob Gastlichkeit oder Reise, Porträt oder das „Ausgraben“ eines Mythos wie den Dolomytos-Wein in Südtirol (#7) oder den symbolträchtigen Triglav in Slowenien (#9) – Claudia Teibler verdanken wir einige der journalistischen Höhepunkte in ALPS.