Nebelmeere in den Bergtälern

Wenn feuchte, bodennahe Luft bis zum Taupunkt abkühlt, bildet sich Nebel. Die Sichtweite beträgt dann unter einem Kilometer.Wenn feuchte, bodennahe Luft bis zum Taupunkt abkühlt, bildet sich Nebel. Die Sichtweite beträgt dann unter einem Kilometer. Foto: WetterOnline

Wie Nebel entsteht und warum sich die Wolke am Boden vor allem im Herbst und Winter bildet

In der kühleren Hälfte des Jahres liegt Nebel oft am Morgen über den Wiesen und den Tälern der Gebirge. Wie die am Boden aufliegende Wolke entsteht, erklären die Expertinnen und Experten von WetterOnline.

Warme Tage, kalte Nächte

Am häufigsten tritt Nebel bei uns in der dunklen und kühlen Jahreshälfte von Oktober bis Februar auf. Dann kann die Sonneneinstrahlung die Luft tagsüber zwar erwärmen, in den Nächten kühlt sie jedoch bodennah wieder ab. Die Folge ist, dass die Luft weniger Wasserdampf speichern kann, wodurch die prozentuale Luftfeuchtigkeit steigt. Birgit Heck, Sprecherin der Unternehmenskommunikation von WetterOnline, erklärt: „Nebel bildet sich, wenn die Luft bis zum sogenannten Taupunkt abkühlt. Genau dann beträgt die Luftfeuchtigkeit 100 Prozent und der in der Luft enthaltende Wasserdampf kondensiert zu winzig kleinen Nebeltröpfchen.“ Die Tröpfchen bilden sich dabei um Kondensationskerne. Das sind zum Beispiel winzige Ruß- oder Staubpartikel, die zu Tausenden in unserer Luft schweben. Viele dieser Tröpfchen ergeben den Nebel, der nichts anderes ist als eine Wolke am Boden. Die Sichtweite beträgt dann weniger als einen Kilometer.

Naturschauspiel Nebel

In kalten, windstillen Nächten bildet sich in den Tälern der Gebirge ein oft nahezu endlos erscheinendes Nebelmeer. Der Grund dafür ist, dass die Luft bodennah besonders stark auskühlt und der in ihr enthaltende Wasserdampf kondensiert. Die begrenzenden Berge sorgen dafür, dass der Nebel nicht abfließen kann und die Täler komplett ausfüllt. Hat man das Glück im Morgenrot oberhalb des Nebels in den Bergen zu sein, bietet sich ein beeindruckender Blick auf das Naturschauspiel.

Grundsätzlich kann sich Nebel aber auch überall dort bilden, wo Luft abkühlt. „Nebel gibt es auf dem Land häufiger als in der Stadt“, weiß Birgit Heck. „Die Stadtluft besitzt zwar durch die stärkere Verschmutzung eine drei- bis fünfmal so hohe Konzentration an Kondensationskernen, dafür ist sie aber nachts wärmer. Beton und Asphalt speichern die Wärme des Tages und geben sie in der Nacht ab. Dadurch fällt der Temperaturunterschied in der Stadt zwischen den Tageszeiten bis zu zehn Grad geringer aus als auf dem Land und Nebel entwickelt sich seltener.“

Übrigens kann Nebel wegen der großen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht sogar in der Wüste entstehen. Häufig bildet er sich morgens an der Küste und im Innern der Namib-Wüste in Namibia. Manchmal bedeckt der Wüstennebel sogar die Megacity Dubai.

wetteronline home: Wetterinformationen auf einen Blick

Ob ein großer Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht bevorsteht, zeigt ein Blick auf die neue Wetterstation wetteronline home.

Foto: WetterOnline

Ob ein großer Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht – und damit Nebel am Morgen – bevorsteht, verrät ein kurzer Blick auf die Wetterstation wetteronline home. Die große, hoch aufgelöste Wetterradarkarte stellt den Verlauf von Niederschlagsfronten und Wolken im dauerhaften Bewegtbild dar. Kurz angetippt, zeigt das Radar die Wetterentwicklung der nächsten Stunde im Zeitraffer an. Zusätzlich bietet wetteronline home zahlreiche Informationen wie zum Pollenflug oder dem UV-Index, warnt vor Unwettern und gibt einen Ausblick auf das Wetter der nächsten vierzehn Tage. Mehr Infos unter www.wetteronline.de/home