Edu Marin gelingt die Wiederholung der WoGü

Edu Marin gelingt die Wiederholung der WoGü

© Foto: Mammut/Marc Subirana

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Grasegger. Ihr Haus für Tradition und Gegenwart. Garmisch-Partenkirchen

Die WoGü hat in der Freeclimbing-Geschichte einen wichtigen Stellenwert. Sie konnte 1997 von Beat Kammerlander erschlossen werden, zu Ehren von Wolfgang Güllich, dem es gelang, die allererste Strecke mit dem Schwierigkeitsgrad 9a zu begehen. Allerdings musste die Route anschließend 11 lange Jahre warten, bis Adam Ondra endlich die erste freie Begehung gelang. Anschließend dauerte es weitere acht Jahre, bis Edu Marin die zweite freie Begehung der Route vollbringen konnte.

Das sagt bereits alles über den enorm hohen Schwierigkeitsgrad dieser Route (250 M) im Rätikoner Gebirgsmassiv (Schweiz) mit 7 Seillängen aus, wovon eine mit Niveau 8c eingestuft wird. Hinzu kommt die enorme Höhe mit Sturzgefahren aus bis zu 20 Metern. Die WoGü gilt als eine der schwierigsten Mehrseillängenrouten der Welt und Ondra bezeichnet sie sogar als große Herausforderung für alle Adrenalinliebhaber.

„Mir war bewusst, dass es ein wirklich aufreibendes Projekt sein würde, insbesondere aufgrund der hohen Schwierigkeitsstufen und der kontinuierlich wechselnden Witterungsbedingungen in diesem Gebiet … Meine Erwartungen wurden wirklich in jeder Hinsicht übertroffen. Auf der WoGü wurde ich sowohl mit meinen geistigen als auch mit meinen körperlichen Grenzen konfrontiert.
 
Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt in meiner Kletterkarriere. Der Kletterstil, den man für die WoGü braucht, ist ganz anders als mein eigener, nämlich sehr technisch, mit wirklich kleinen Griffen. Die Seillängen erinnern stark an Bouldern. Es hat ein paar Wochen Anpassungszeit gebraucht, bis ich mich auf den glatten, technischen Platten wohlgefühlt habe und zwei weitere schwierige Monate konstantes Hin und Her, bis ich die Route geschafft habe.
 
Aufgrund der langen Wartezeiten während der Regenperioden und der sengenden Hitze konnte ich erst ab sechs Uhr abends klettern, wobei ich manche Abstiege unter dem Licht meiner Stirnlampe abschließen musste. Definitiv eine harte Probe für meine Geduld und meine Hartnäckigkeit. Ich durfte meine Motivation nicht verlieren und musste bis zum letzten Stück in diesem Monster der Alpen fit bleiben – das A und O für meinen Erfolg.

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Ich glaube, dass mich diese Prüfung zu einem besseren Kletterer gemacht hat.“
Edu Marin

Edu Marin gelingt die Wiederholung der WoGü

© Foto: Mammut/Marc Subirana

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Edu Marin gelingt die Wiederholung der WoGü

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