Äpfel statt Holz – nachhaltiges Papier aus Südtirol

ApfelpapierNicht nur Saft und Marmelade kann aus Äpfeln gewonnen werden, sondern auch Papier.
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Papier aus Äpfeln? Ja das geht! Dank dem „Cartamela“ aus Südtirol müssen für Schreibblock & Co keine Bäume mehr ihr Leben lassen. Eine Münchnerin will jetzt das erste Coaching Journal auf Apfelpapier drucken. Ihr Ziel: mehr Nachhaltigkeit – nach außen und innen.

Die Apfelblüte ist ein echtes Highlight in Südtirol. Ab Anfang April kann man im „Obstgarten Europas“ das Meer aus rosa und weißen Blüten bewundern, das sich in schier unendlichen Bahnen über die Landschaft ergießt.

Dass von den jährlich rund 950 000 Tonnen geernteten Äpfeln aber auch jede Menge Müll zurückbleibt, haben dabei die wenigsten auf dem Schirm.Denn ein Großteil des Apfels kann bei der Herstellung von Saft und Marmelade nicht verwertet werden. Was bleibt, ist der Apfeltrester, der normalerweise in den Müll wandert.

Apfeltrester – zu gut für die Tonne

Ein Südtiroler Startup entwickelte deshalb vor einigen Jahren ein Verfahren, um aus dem Trester Papier herzustellen. Die Apfelreste werden getrocknet, gemahlen und zusammen mit chlorfrei gebleichter, FSC-zertifizierter Zellulose zu Apfelpapier verarbeitet. Für das „Cartamela“, wie das Papier auf italienisch heißt, muss also kein Baum sein Leben lassen.

Genau das richtige, für das LESS AND ME Journal von Bettina Theissmann. Die Münchner Gründerin will mit ihrer Kombination aus Kalender und Coach Menschen den Weg zu mehr Einfachheit im Leben ebnen. Dass sie dabei nicht nur inhaltlich auf Klarheit und Nachhaltigkeit setzt, sondern auch beim Produkt selbst, unterstreicht ihr Konzept.

„Ich bin schon immer auf der Suche nach Alternativen und überlege, wie ich mit meinem Handeln einen Beitrag gegen den verschwenderischen Umgang mit unseren Ressourcen leisten kann“, sagt die Gründerin über ihren Antrieb.

Mehr Klarheit im Alltag

Theissmann, die selbst jahrelang in einem Münchner Großkonzern gearbeitet hat, will andere dazu ermutigen, ebenfalls einen Neustart zu wagen.Durch tägliches Schreiben und Selbstcoaching sollen die Nutzer des Journals Gewohnheiten hinterfragen und lernen, sich von äußeren Erwartungen zu lösen.

Um ihr Journal auf Apfelpapier zu verwirklichen, setzt sie auf eine Crowdfunding-Kampagne: „Bei meinem Neustart habe ich gelernt, dass man nicht alles alleine schaffen muss. Es gibt viele Menschen, die meine Vision von einem nachhaltigen Leben teilen und ich freue mich sehr über ihre Unterstützung, damit wir die Welt gemeinsam ein kleines Stückchen besser machen können. Sowohl für uns selbst, als auch für unsere Umwelt.“

Apfelpapier

Crowdfunding-Kampagne läuft bis 20. April

Wer sich auch ein Stück Südtiroler Apfel in Papierform nach Hause holen möchte, der hat noch bis 20. April die Gelegenheit das Crowdfunding zu unterstützen.

Und wer die Apfelblüte live erleben will, der hat noch bis Anfang Mai Zeit – solange blühen die Bäume nämlich noch in den höheren Lagen.