Keine Angst vor Buckelpisten – Fahren auf welligem und buckligem Terrain

Keine Angst vor Buckelpisten – Fahren auf welligem und buckligem Terrain

Buckelpistenfahren stellt für viele Skifahrer eine Herausforderung dar © Fotos: DSLV

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Der Deutsche Skilehrerverband DSLV gibt Tipps für eine gelungene Abfahrt auf Buckelpisten

Das Befahren einer Buckelpiste ist für viele Skifahrer, wie das Fahren im Tiefschnee, eine Herausforderung. Für manche ist es das reinste Vergnügen, für andere wiederum eine ziemliche Anstrengung. Neben speziell angelegten Buckelpisten kennen viele Wintersportler die gefürchteten Hindernisse auch, wenn sich am Nachmittag große Schneehaufen auf den Pisten bilden. Damit das Fahren auf welligen Pisten zum Spaßfaktor wird, gibt der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) Tipps für die richtige Technik und den nötigen Feinschliff.

Technische Grundlagen und Material

Um wellige oder bucklige Pisten gekonnt zu befahren sind eine bewegungsbereite Position und ein stabiler Oberkörper die Grundvoraussetzung. Die Fußsohlen sollten vorne mittig und hinten gleichmäßig belastet sein – zugleich Sprung-, Knie- und Hüftgelenke leicht gebeugt und der Oberkörper in ruhiger, aufrechter Position. Die Arme werden ruhig seitlich vor dem Körper gehalten. Ein guter Tipp: Beide Hände sollten zu jeder Zeit aus dem Augenwinkel vor dem Körper sichtbar sein. So kann erreicht werden, dass die Buckel nur mit den Beinen ausgeglichen werden können. Die erforderliche Muskelspannung im Oberkörper kann beispielsweise durch bewusstes Bauch einziehen erreicht werden und führt zu einer erhöhten Beweglichkeit der Beine ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Auch beim Material bzgl. der Ski gibt es Unterschiede, die das Fahren auf einer Buckelpiste erleichtern bzw. erschweren. Da kurze Ski bei welligem Untergrund sehr unruhig werden, ist ein längerer, etwa körperlanger gerockter Allmountain-Ski die beste Wahl für Buckelpistenfahrer.

Unterschiedliche Buckel – unterschiedliche Technik

Bei kleinen bis mittleren Buckel sollte zunächst versucht werden, die Buckel zu umfahren. Ist ein Ausweichen nicht möglich, müssen die Beine bei aufrechtem Oberkörper angezogen und nach dem Buckel wieder gestreckt werden. Lässt man den Oberkörper zusammenklappen, geht die Stabilität verloren und man verliert möglicherweise auch den Bodenkontakt. Darum ist es wichtig, den Körper in einer mittigen Position über dem Ski zu halten. Um wellige Pisten bewältigen zu können, besteht die Möglichkeit, wie in einer Bobbahn, um die Buckel herumzufahren, indem die Ski quer zur Falllinie gedreht werden. Sehr hohe Buckelpisten erfordern im Vergleich zu welligen Pisten ein hohes Maß an technischem Können, da der Platz sehr begrenzt ist und die Linien vorgegeben sind. Der Ski wird nur leicht aus der Falllinie gedreht. Der Kurvenwechsel findet auf dem Buckel statt, bei dem die Beine angezogen und während der Kurve gestreckt werden. Bei dieser Technik spricht man auch von der sog. Umkehrtechnik, da sie entgegengesetzt zur Technik auf flachen Pisten ist.

Buckelpisten: Übung macht den Meister

Eine Übungsmöglichkeit besteht darin, sich langsam an die Buckelpisten heranzutasten und sich zunächst die richtige Technik bei langsamer Geschwindigkeit anzueignen und Oberkörperspannung herzustellen, um die nötige Mobilität in den Beinen zu haben. Gewinnt man nach den ersten Abfahrten mehr Sicherheit, kann das Tempo bei den folgenden Abfahrten gesteigert werden. Über den Hang sollte man sich jedoch vorher genau informieren, wie steil, wie lang und wie bucklig er ist. Es empfiehlt sich die Umkehrtechnik zunächst auf ebenen Pisten zu üben. Bei diesem Bewegungsablauf kommt es zum sog. „Unterfahren“. Die Beine in der Kurvensteuerung strecken – zum Kurvenwechsel aktiv Richtung Oberkörper anziehen.

Keine Angst vor Buckelpisten – Fahren auf welligen und buckligem Terrain

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