Naturhotel Outside – Mitten im Draußen

Das Hotel Outside im Nationalpark Hohe Tauern zählt sich zu den besten Wanderhotels in den Alpen
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Grasegger. Ihr Haus für Tradition und Gegenwart. Garmisch-Partenkirchen

Urlaub wie im Bilderbuch: Eingebettet in die gigantische Bergwelt Osttirols liegt das Hotel Outside mitten im Draußen. An einem der schönsten „Fleckerl“ auf Erden erwarten Genussmenschen, Natursucher und SPA-Liebhaber ein Kleinod in Matrei. ALPS-Autorin Birgit Pototschnig vom Lifestyle & Travel Blogazine Viennissima Lifestyle war vor Ort

Es ist eine klare Vollmondnacht mitten im Januar. Ich betrete den Balkon meiner wunderschönen Natursuite, atme die frische Bergluft ein, genieße den Blick auf das Ortszentrum von Matrei mit seiner kleinen Kirche und bin fasziniert, welch’ Energie – selbst jetzt in der Nacht – die Bergwelt um mich herum ausstrahlt. Der Sternenhimmel erinnert mich daran, dass ich schon im Vorfeld meiner Reise gehört hatte, an diesem außergewöhnlichen Ort gäbe es Freizeitaktivitäten inmitten der Natur wie Sterne am Himmel! Ich bin nach mehrstündiger Autofahrt endlich in Osttirol angekommen. Mitten im Nationalpark Hohe Tauern, einer der schönsten Naturreservate der Alpen. Die kurze Auszeit, welche ich hier die kommenden beiden Tage genießen darf, ist jetzt schon voller Ideen zu möglichen Outdoorerlebnissen. Denn die Berge sind für mich nicht nur im Sommer ideal zum Krafttanken, Erden und Entschleunigen.

Ehe es zum Abendessen geht, packe ich noch schnell meinen Koffer aus und sehe mich etwas in meinem Zimmer um, denn: Mutter Natur spielt auch hier absolut die Hauptrolle. Ich hatte schon am Gang entdeckt, es gibt nicht nur Natur- und Kuschel-, sondern auch Zirbensuiten, nicht nur Berg-, sondern auch Familienzimmer. Überall scheinen hochwertigste Naturmaterialien verarbeitet zu sein. Die Lehmwände, das raue Leder, der weiche Lodenstoff der Couch und Zierkissen, das viele Lärchenholz der Einrichtung holenförmlich die Natur von draußen nach drinnen. Ein gesticktes Schild im Badezimmer weist darauf hin, dass der hier verarbeitete grün schimmernde Stein direkt aus der Umgebung stammt und Osttiroler Serpentin genannt wird.

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Im hoteleigenen Restaurant erwartet mich abermals die regionale Natur auf dem Teller. Während früher Hausherr Josef Ganzer federführend den Kochlöffel mit viel Liebe für Produkte und Zutaten aus der Region schwang, hat mittlerweile seine Tochter Verena die Küchenleitung übernommen. Aber auch unter ihrer Riege sind echter Genuss und beste Qualität untrennbar miteinander verbunden. Denn bei der Familie Ganzer kommt nur auf den Tisch, was die Genussregion Osttirol zu bieten hat. Je kürzer der Weg, desto jünger die Vitamine. Je näher der (Berg-)Bauernhof, desto besser der Geschmack. „Die Genussregion Osttirol hat derzeit mit elf Haubenlokalen die zweitgrößte Dichte nach Wien. Jegliche Lebensmittel stammen bei uns aus der Region“, verrät mir Edi Jesacher, der Schwager des Hoteleigentümers. Und das schmecke ich auch! Das mehrgängige Gourmet-Menü ist perfekt auf mich als Fischliebhaberin abgestimmt und so ausgiebig, dass ich schweren Herzens das abschließende Käsebuffet für heute „auslassen“ muss.

Auch morgens zum Frühstück erwarten mich frische Produkte aus der Region sowie selbst gebackenes Brot und hausgemachte Marmeladen. Der Kaffee stammt sogar von der familieneigenen Rösterei aus Kärnten. Schließlich fühle ich mich gestärkt genug für „den Berg der Berge“! Auch wenn ich ihn nur aus der Ferne sehen werde! Eine Stunde später bin ich am höchsten Punkt des wirklich attraktiven Skigebiets von Kals-Matrei angekommen, auf der Adler Lounge mit eigener Aussichtsplattform auf den Großglockner. Österreichs höchstem Berg. Die Adler Lounge, erst vor einigen Jahren erbaut, ist eine gelungene, architektonisch modern interpretierte Ski Lounge mit sehr viel Glas. Ähnlich einem riesengroßen Glaskubus hat man hier einen Wahnsinnsausblick nicht nur auf das gesamte Großglockner-Resort, sondern bis über die Landesgrenzen hinweg. Das beeindruckende Bergpanorama lädt spontan dazu ein, einige Instagram-taugliche Erinnerungsfotos zu schießen, ehe es für den Rest des Tages ins Pistenvergnügen geht. Obwohl ein eher kleines Skigebiet, hält es doch für den leidenschaftlichen Wintersportler genügend Carvingpisten parat. Ein perfekter Tag bei traumhaftem Sonnenschein und frischer Bergluft zum „Auspowern“, an dem die Natur zur Bühne wird.

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Am späten Nachmittag genieße ich schließlich die Annehmlichkeiten des Spa- und Saunabereichs im Hotel Outside. Im Ruheraum schweife ich etwas mit den Gedanken ab. Wie schön muss dieser Natur-Spa erst im Sommer sein! Edi hatte mir voller Euphorievon der angrenzenden Gartenlandschaft erzählt. Ein wahrer Kraftplatz mitten im Grünen mit Naturbadeteich und Kneipp-Weg bei herrlichem Bergpanorama. Wie entspannend müßte es jetzt sein, auf der Liegewiese im sogenannten Kuschelnest nach einem Kurzspaziergang durch den Kräutergarten einzuschlafen. Intuitiv kitzeln mich die letzten Sonnenstrahlen und ich bin im Hier und Jetzt zurück. Für eine kleine Runde im Hallenbad respektive eine wohltuende Spabehandlung oder gar Massage bin ich heute schon zu hungrig. Der erste Tag am Berg hat richtig Appetit gemacht und ich freue mich schon auf ein neuerliches kulinarisches Erlebnis auf hohem Niveau. Auch das als Geheimtipp geltende Peeling mit Gletschereis des Großvenedigers (der „Gletscherschliff“) wird wohl auf morgen warten müssen.

Edi fängt mich an der Rezeption ab und versucht mich zu einer Schneeschuhwanderung für den darauffolgenden Tag zu motivieren. Immerhin sei das Hotel Outside eines der führenden Wanderhotels in Österreich und bereits mehrmals ausgezeichnet worden. So ein besonderes Naturerlebnis dürfte ich mir nicht entgehen lassen! Zudem würde Sepp (sein Schwager Josef) selbst die Wanderung führen. Das klingt allerdings wahrlich verlockend, denn ich hatte mir zwar immer wieder vorgenommen, einmal eine Schneeschuhwanderung zu machen, bin dann aber doch wieder zum Skifahren gegangen. Treffpunkt ist am nächsten Morgen nach einem herrlichen Frühstück direkt in der Hotellobby. Wir sind eine kleine, feine Gruppe an Gästen, bunt zusammen gewürfelt und dennoch sehr harmonisch aus Anfängern und fortgeschrittenen Schneeschuhwanderern. Stöcke, Schneeschuhe und Rucksack können wir kostenlos vom Outside borgen, Sepp hat sogar ein frisches Getränk für mich bereit, nur für den Fall, dass ich noch vor der Hütteneinkehr durstig werden könnte.

Wir fahren schließlich ins bekannte Defereggental und spazieren zum Staller Sattel, die Grenze zu Südtirol. Nach ein paar Minuten finde ich langsam einen Rhythmus beim Gehen, obwohl ich mich anfangs sehr konzentrieren muss. Aber je länger ich durch den Schnee stapfe, desto mehr komme ich in einen gewissen Flow, aus dem ich nur von Zeit zu Zeit von Sepps spontanen Erklärungen zur Landschaft, den Namen der Berge und seinen humorvollen Einlagen „gerissen“ werde. Als ich dann langsam auf meinen Rhythmus vertraue, nehme ich endlich die Schönheit der Winterlandschaft um mich herum wahr. Es ist abermals ein traumhaft sonniger Tag und ein wunderschönes Naturschauspiel aus Schatten und Sonnenstrahlen entlang der Berge, da im Januar die Sonne immer noch sehr tief steht. Zwischendurch höre ich teilweise nur das Knirschen des Schnees unter meinen Füßen sowie eine gewisse Winterstille. Es ist eine an unser Können angepasste Wanderung und ich frage Sepp ein wenig zu den Sommeraktivitäten des Hotels aus, während ich neben ihm herstapfe.

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Das Outside wurde basierend auf einem neuen Hotelkonzept seines Sohnes Daniel vor rund fünf Jahren umgebaut und als umweltfreundliches Naturhotel in der Genussregion Osttirol neu positioniert. Beginnend von der Umstellung der Küche über die komplett neue Einrichtung der Zimmer und Suiten mit Naturmaterialien aus der Region bis hin zum Natur-Spa und zahlreichen Outdoor-Aktivitäten für die Gäste. Die große Leidenschaft und alpine Kompetenz der Familie Ganzer in Bezug auf die Berge sowie die wunderschöne Naturlandschaft gipfelte schließlich in der Zertifizierung als professionelles Wanderhotel und wurde seither mehrmals ausgezeichnet sowie „Eco Hotel of the Year“. Vier- bis fünfmal Mal die Woche würden sie als passionierte Wanderexperten geführte Wandertouren im Nationalpark Hohe Tauern für ihre Gäste anbieten. Von Familienwanderungen bis hin zu ausgewählten Gipfeltouren. Hinzu kommen Trendsportarten wie Mountainbike und E-Biken im Sommer sowie Eisklettern und Skitourengehen im Winter. „Zurück zur Natur“ sei wohl die große Sehnsucht der Städter! Mit ihrer natürlichen Gastfreundschaft versuchen Sepp und seine Familie samt Team (übrigens alles Einheimische, worauf Sepp und Edi ganz besonders stolz sind!) jeden Wunsch der Gäste von den Augen abzulesen und sie den Luxus des Echten und Natürlichen spüren zu lassen.

Nach einem Ausflug in die Berge können die Gäste ihren müden Beinen schließlich eine kurze Auszeit und Erholung im Wellnessbereich gönnen, ehe sie anschließend mit Osttiroler Spezialitäten verwöhnt werden. Denn am folgenden Tag wartet schon der nächste Gipfel oder besser gesagt, der Weg dorthin. Ein wahrer Geheimtipp – nebst der 3/4-Verwöhnpension des Hotels – ist auch das Gourmet-Restaurant „Inside“. Hier wird alpine Küche laufend neu interpretiert und inszeniert, sowie Lebensmittel mit Charakter auf traditionelle Weise mit geschmacklich neuen Akzenten versehen. Edis persönliche Weinempfehlungen edler österreichischer Tropfen runden die Gourmet-Gerichte entsprechend ab. Aus meiner Sicht ein absolutes Highlight jedes Aufenthaltes in diesem Naturhotel, an das man als Gast noch lange nach seinem Besuch im In- und Outside zurückdenken wird.

Gut zu wissen

Hotel Outside
Virgener Str. 3
9971 Matrei in Osttirol
T. +43/4875/5200
www.hotel-outside.at
 
Das Hotel Outside ist Mitglied der ALPS Selection – Leading Hotels of Alpine Lifestyle.