Wald und Wild am Landgut Moserhof

Geführte Wildtierbeobachtungen werden am Landgut Moserhof angeboten und von den Gästen begeistert angenommen.

Geführte Wildtierbeobachtungen werden am Landgut Moserhof angeboten und von den Gästen gerne angenommen

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Gerhild Hartweger vom Landgut Moserhof über Wald und Wild im Herbst

Im Oktober ist es bei uns auf dem Landgut Moserhof in der Früh und am Abend schon herbstlich-frisch. Tagsüber sind die Tage aber oft noch angenehm sonnig und warm, wenn der Nebel morgens aufgestiegen ist und sich am Spätnachmittag allmählich wieder herab senkt. Jedes Jahr aufs Neue sorgt das für mystische Momente, wenn ein zarter Schleier über der Landschaft liegt, in der sich die Blätter der Laubbäume immer bunter verfärben und mal sanft, mal schneller zu Boden schweben. In dieser Tageszeit sind vor allem Jäger unterwegs, da sie in der Dämmerung auf die Pirsch gehen. Denn dann wagt sich das scheue Wild zum Äsen an den Rand des Waldes und aus ihm heraus.

Bei uns können es Gäste zusammen mit meinem Mann Heinz in zwei eigenen Revieren auf 775 Hektar aufspüren. Vor allem zur Zeit der Hirschbrunft ab Ende September ist das ein beeindruckendes Erlebnis. Gemeinsam geht es erst mit dem Allradwagen und dann zu Fuß bis auf die Almen, wo es auch viele Gämse gibt. Um sie zu entdecken, braucht man ein gutes Auge. In oft unwegsamem Gelände sind sie mit ihrer grau-braunen Farbe perfekt getarnt. Die Hochgebirgsjagd auf sie gilt als anspruchsvolle Herausforderung.

Wird ein Tier erlegt, röstet Heinz in seiner kleinen, urigen Jagdhütte die frischen Leber zu Polenta. Danach wird es „in der Decke“ zu uns auf den Hof gebracht, hängt dort zwei Wochen ab, wird zerwirkt und danach in unserer Küche verwendet. Früher war Wild in unserer Region ein Hauptnahrungsmittel. Heute gilt es als Delikatesse, das wir im Herbst unseren Hausgästen regelmäßig zum Abendessen servieren. Richtig zubereitet, schmeckt es mit seinen feinen Fasern angenehm würzig, weil die Tiere nichts außer Gras, Kräutern, Blättern und zarten Nadelbaumsprossen fressen.

Der achtsame Umgang mit der Natur ist dem Landgut Moserhof eine Herzensangelegenheit

Der achtsame Umgang mit der Natur ist dem Landgut Moserhof eine Herzensangelegenheit

Bei uns können nicht nur Jäger Hirsche, Gämse, Rehe, Birk- und Auerhähne in ihrer Umgebung erleben. Auf geführten Wildtierbeobachtungen begleitet Heinz auch andere interessierte Gäste zu Plätzen, wo das Wild zu bestimmten Zeiten mit bloßem Auge oder dem Fernglas zu sehen ist. Dazu bekommt die kleine Gruppe von Heinz passende Erklärungen und ist von dieser Kombination durchweg begeistert.

Fünfsterne-Ausstattung hat das Luxus-Chalet Moseralm auf 1.600 Meter

Eine Fünfsterne-Ausstattung hat das Luxus-Chalet Moseralm auf 1.600 Meter

Wer die Ursprünglichkeit der Natur länger und intensiver erleben möchte, kann bei uns am Berg wohnen. Allein auf 1.800 Metern liegt die Ploatschtratten-Hütte mitten im Jagdgebiet Trögeralm. Statt Kühlschrank hat sie einen Natur-Kühlraum am Hang und außer der gemütlichen Wohnküche und dem Doppelzimmer im Erdgeschoss drei Einzelbetten auf dem halbhohen Dachboden. Fünfsterne-Ausstattung hat das Luxus-Chalet Moseralm auf 1.600 Metern. Vom Schlafzimmer im ersten Stock blickt man durch Panoramafenster auf die 3000er der Hohen Tauern. Den gleichen Blick genießt man von der Terrasse und im separaten Wellnesshaus, wo man in der talseitig verglasten Sauna entspannen kann. Direkt um das Chalet herum liegt das Eigenjagdgebiet Moseralpe.

Geheizt wird in beiden Hütten mit Holz – genauso wie auf dem gesamten Landgut Moserhof. Unser eigener Forst liefert kontinuierlich nachwachsendes Holz in Hülle und Fülle. Aus ihm baut Heinz auch die Möbel für alle unsere Chalets und Hütten. Fallen bei der Arbeit im Sägewerk Späne an, werden sie im Pferdestall als Einstreu verwendet. Geschlagen wir das Holz mit Einzelbaumentnahme im Spätherbst und Winter, wenn es wenig Saft führt und deshalb schneller trocknet. Außerdem achten wir auf die Mondphasen. Bei abnehmendem und Neu-Mond ist das Holz besonders haltbar, widerstandsfähig und bekommt wenig Risse. Der achtsame und nachhaltige Umgang mit der Natur ist uns eine Herzensangelegenheit. Diese möchten wir während ihres Aufenthalts mit unseren Gästen teilen – am Hof, im Wald oder bei der herbstlichen Pirsch bis ins hinauf ins Hochgebirge.

Im Landgut Moserhof wird den Hausgästen regelmässig der wohlschmeckende Wildbraten serviert.

Im Landgut Moserhof wird den Hausgästen regelmässig wohlschmeckender Wildbraten serviert

Ein Rezept für ein wohlschmeckenden Wildbraten hat Gerhild Hartweger ALPS zur Verfügung gestellt.

Zutaten für 4 Personen
 
1 kg Wild zum Braten vom Hinteren Viertel
50 g Fett zum Anbraten
50 g Speck
2 Zwiebel mittel
Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt
½ Sellerieknolle
3 mittel Karotten
Suppenkräuter: Lauch, Selleriekraut, Petersilienkraut
2 EL Preiselbeeren
1/8 l Rotwein
 
Rahmteigerl:
3 dag Mehl oder 1 EL Maizena
3 EL Wasser
1/8 l Süßrahm
 
Zubereitung:
Das Bratenfleisch mit den Gewürzen einreiben und im heißen Fett beidseitig
scharf anbraten und aus der Pfanne geben. Im Bratensatz kleinwürfelig
geschnittenen Speck, Zwiebel und würfelig geschnittenes Wurzelwerk (Sellerie Karotten) anrösten mit Rotwein ablöschen und aufkochen.

Nun das angeröstete Bratenstück wieder in die Pfanne legen und während öfteren Aufgießens (Fond) ca. 2 Std. dünsten. Wacholderbeeren und Lorbeerbatt beifügen.

Man kann den Braten auch im Rohr bei mittl. Hitze ca. 180°C
ca. 2. Std. langsam schmoren. Fleisch ständig mit Flüssigkeit übergießen.
Beachten Sie bitte, dass die Kerntemperatur im Braten bei 85°C konstant
gehalten werden sollte.

Wenn das Fleisch gar ist, herausnehmen, schneiden und anrichten. Die
Wurzelsoße passieren oder mixen und mit einem Rahmteigerl, Rotwein und Preiselbeeren verbessern.