Historische Scheune mit Aussicht

Baudenkmal Beatenberg

Ein gelungenes Baudenkmal in Beatenberg: die 200 Jahre alte Scheune ist jetzt ein modernes Loft © Fotos: Gataric Fotografie

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Sie ist mehr als 200 Jahre alt und drohte zu verfallen: heute ist die Scheune am Schweizer Beatenberg ein echtes Schmuckstück. Ein Loft im ehemaligen Heustall mit minimalistischer Einrichtung und grandioser Aussicht – definitiv einen Besuch wert

Die Scheune liegt in Beatenberg, ungefähr 10 Kilometer nördlich von Interlaken und bietet eine traumhafte Aussicht auf Eiger, Mönch, Jungfrau, die Berner Alpen und den Thunersee. Für alle, die es etwas ruhiger mögen, ist das Dorf ein idealer Ausgangspunkt für Naturerlebnisse im abwechslungsreichen Niederhorn-Gebiet, aber auch für Ausflüge ins Berner Oberland. Beatenberg besitzt keinen eigentlichen Dorfkern, vielmehr gliedern sich die Dorfteile entlang der rund sieben Kilometer langen Dorfstrasse. Mit diesen Ausmassen ist Beatenberg das längste Dorf in Europa. Und obwohl der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Einwohner ist, hat es seinen ländlichen Charakter nicht verloren.

Die Scheune in Beatenberg wurde nach traditioneller Blockbauweise gefertigt, bei der gleich lange, dicke Baumstämme als liegende Balken aufeinandergelegt werden. Bei der Restaurierung wurde die originale Bausubstanz möglichst belassen und instandgesetzt. Neben den morschen Holzbohlen wurde auch das Dach ersetzt.

Wie in der Region üblich, wurde die bergseitige, wetterexponierte Wand außen zum Schutz mit Holzschindeln beplankt. Die bisherigen Öffnungen des Gaden- und Heuraumtores wurden verglast und zwei Dachfenster als zusätzliche Öffnungen hinzugefügt.

Nach dem Prinzip «Haus im Haus» ist die alte Scheune heute gewissermaßen die Hülle eines neuen Hauses. Durch die vollständige Verglasung der talseitigen Strickwand ist diese im Innenraum immer noch stark spürbar.

Die Scheune selbst wurde vor mehr als 200 Jahren erbaut. Das obere Stockwerk mit seinen zweiseitig gehauenen Rundhölzern im Strickbau diente als Heudiele und im Erdgeschoss waren Kühe untergebracht. Bis zur Renovierung im Jahr 2007 stand die Scheune rund 15 Jahre leer. Weil sie offenbar seit ihrer Entstehung nicht mehr instandgesetzt wurde, stand sie kurz vor dem Einsturz. Mit aufwändigen Abstützarbeiten wurden die maroden Teile entfernt und durch neue ersetzt.

Das obere Stockwerk besteht heute aus einem einzigen loftartigen Raum. Berg- und ostseitige Fenster sowie zwei Dachfenster erhellen diesen und stellen Sichtbezüge zur unmittelbaren Umgebung her. Auf der Talseite ist die wunderbare Weitsicht über Sichtschlitze in der Strickwand gewährt.

Der loftartige Charakter im ehemaligen Heustall wird von einer minimalistischen Einrichtung ergänzt. Die Möblierung beschränkt sich auf einen Esstisch mit vier Stühlen und ein Bettsofa. Eine kleine, einfache Küchenzeile an der Wand lässt die Weite des Raumes wirken. Im Eingangsbereich ist genügend Platz für die Garderobe. Geheizt wird mit dem Ofen. Die Scheune ist perfekt für den Aufenthalt zu zweit: klein, aber sehr fein. Aber auch mit einem oder zwei Kindern kann man hier einen unvergesslichen Urlaub verbringen.

Gut zu wissen

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