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Unterschwarzachhof in Saalbach: Alpine Gastfreundschaft im Herzen der Kitzbüheler Alpen

Außenansicht des Unterschwarzachhofs in Saalbach-Hinterglemm im Winter mit verschneiter Holzfassade und alpiner Architektur

Der Unterschwarzachhof präsentiert sich im Winter in traditioneller Holzarchitektur – ein alpines Hideaway mitten in Saalbach-Hinterglemm. © Fotos Unterschwarzachhof /Jasmin Stanonik

Seit Jahrhunderten ist der Unterschwarzachhof im Herzen der Kitzbüheler Alpen ein Ort der Ruhe und Gastfreundschaft. Hier verschmelzen bäuerliche Tradition und moderne Gastgeberkultur

Zwischen den Hängen von Saalbach-Hinterglemm im Herzen der Kitzbüheler Alpen steht ein Haus, das Geschichte atmet und Gegenwart lebt: der Unterschwarzachhof. 1562 erstmals urkundlich erwähnt, war er einst Jagdsitz des Salzburger Erzbischofs Paris Lodron. 1902 kam der Hof in den Besitz der Familie Hasenauer, die ihn 1976 zum Hotel umbaute.

Heute führen Toni und Jacky Hasenauer das Vier-Sterne-Superior-Hotel. „Ich bin Wirtin mit Leib und Seele. Das ist mein Leben, und wenn ich meine Gäste begeistern kann mit dem, was wir ihnen bieten, dann habe ich alles erreicht“, sagt Gastgeberin Jacky. Eine Haltung, die man spürt, wenn sie durch das Haus geht, Gäste begrüßt, über Wein spricht oder den Blumenschmuck richtet. „Natürlich wünsche ich mir, dass der Unterschwarzachhof und die anderen Betriebe noch lange bestehen und eines Tages unsere Kinder übernehmen. Das Hotel soll auch in Zukunft Herz und Mittelpunkt bleiben.“ Jacky ist ständig in Bewegung. Mal steht sie in der Küche und probiert eine Sauce, mal arrangiert sie Blumen in einer Vase im Eingangsbereich, mal bleibt sie im Flur stehen, um mit einem Gast ein paar persönliche Worte zu wechseln. „Ich möchte, dass sich unsere Gäste gesehen fühlen. Nicht als Zimmernummer, sondern als Menschen, die ein Stück ihres Lebens mit uns teilen.“ Sie lacht herzlich, wenn sie erzählt, wie ein Gast vor Jahren nur für eine Nacht kam und heute jedes Jahr für zwei Wochen wiederkehrt, jedes Mal mit einem selbst gebackenen Brot im Gepäck.

Unterschwarzachhof in Saalbach-Hinterglemm im Winter mit verschneiter Bergkulisse

Im Winter zeigt sich der Unterschwarzachhof als alpines Refugium – eingebettet in die verschneite Bergwelt von Saalbach.


Rustikale Stube der hauseigenen Käserei im Unterschwarzachhof

In der hauseigenen Käserei und Stube verschmelzen Landwirtschaft und Gastlichkeit auf authentische Weise.


Stilvoller Restaurant- und Loungebereich im Unterschwarzachhof in Saalbach-Hinterglemm mit alpinem Interieur und gemütlicher Atmosphäre

Großzügige Räume, harmonische Farben und alpine Eleganz schaffen ein Ambiente zwischen Stil und Gemütlichkeit.


Gemütlicher Kaminbereich im Unterschwarzachhof mit festlicher Winterdekoration

Knisterndes Kaminfeuer und winterliche Dekoration – ein Ort, an dem Geborgenheit spürbar wird.


Gastgeberfamilie Hasenauer im Unterschwarzachhof in Saalbach-Hinterglemm

Die Gastgeberfamilie Hasenauer lebt Gastfreundschaft mit Herz – seit Generationen prägt sie den Charakter des Unterschwarzachhofs.

Mit seinen 37 Zimmern und Suiten bietet das Haus eine intime Atmosphäre und viel persönliches Flair. „Wir leben Individualität. Jede Suite, jedes Zimmer hat einen eigenen Charakter und erzählt eine eigene Geschichte“, erklärt Jacky ihr Interior-Konzept. Besonders stolz sind die Gastgeber auf die neun großzügigen Suiten, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet sind und Raum für sorgloses Wohlfühlen schaffen. „Es ist uns wichtig, dass sich unsere Gäste nicht nur als Besucher fühlen, sondern wirklich wie zu Hause. Unsere Zimmer sind Orte zum Ankommen, Ausruhen und Kraft schöpfen.“ Warme Holztöne, kuschelige Stoffe und Ausblicke auf die umliegenden Berge holen die alpine Natur in den Raum und schaffen eine Verbindung von Komfort und Geborgenheit.

Für entspannten Komfort steht auch der Spa-Bereich. 1500 Quadratmeter ist er groß, klar in der Linie und ruhig in der Komposition. Holz, Stein, Glas, kein Prunk, sondern Balance. Innen- und Außenpools, Saunen, Dampfbäder, alpine Ruheräume und ein Private Spa für zwei Personen bilden einen Rückzugsort zum Auftanken. „Ich liebe es, wenn die Gäste nach einem Tag im Schnee mit roten Wangen wiederkommen und dann im warmen Wasser sitzen. Das ist dieses Glück, das man nicht beschreiben kann“, schwärmt Jacky.

In der Küche führt seit fast zwei Jahrzehnten Eduard Stebel Regie. Er kommt aus Niederösterreich, lernte in einem Wirtshaus in Kirchberg am Wagram. „Ich war der einzige Lehrling in der Küche, und es war eine wunderbare Zeit, weil alles sehr familiär war. Dort habe ich die Basics gelernt, vieles auch selbst“, erzählt er.

Seine Küche ist in der Region verwurzelt, aber offen für Einflüsse von außen. „Wenn ich einen guten Wolfsbarsch bekomme, darf es auch international sein.“ Auf den Tellern zeigt sich diese Mischung aus Haltung und Handwerk, zum Beispiel in Gestalt einer cremigen Burrata mit Orange in Kombination mit einem Graue Freyheit 2020 vom Weingut Heinrich oder einem zarten Roastbeef, getragen vom Prieler Ried Blaufränkisch 2021. Der Kräutergarten hinter dem Haus liefert täglich frische Aromen, denn: „Frischer als direkt aus dem eigenen Garten geht es nicht“, so der Küchenchef.

Zum Anwesen gehört nicht nur das Hotel. Die Familie betreibt auch eine eigene Käserei, deren Produkte im Haus serviert werden. Landwirtschaft und Gastlichkeit greifen im Unterschwarzachhof ineinander, ohne Konzept oder Kalkül. Im verglasten Heuboden, wo im Winter Käsefondue serviert wird, riecht es nach Heu, Holz und warmem Brot. Abends, wenn die Gondeln stillstehen, leuchtet „Der Schwarzacher“ am Rand der Piste, die hauseigene Event-Location der Familie Hasenauer. Hier treffen sich Einheimische und Gäste, Musiker und Köche, Skifahrer und Dorfbewohner. Jacky erzählt von durchtanzten Nächten und Festen, die im Morgengrauen enden. „Das Schönste ist, wenn Menschen, die sich vorher nicht kannten, plötzlich zusammen lachen, tanzen und den Moment genießen. Das ist für mich gelebte Gastfreundschaft.“

Vielleicht ist es genau das, was den Unterschwarzachhof auszeichnet: keine großen Gesten, keine inszenierte Perfektion, sondern Echtheit, die trägt. Jacky Hasenauer bringt es auf ihre Weise auf den Punkt: „Wenn sich meine Gäste von mir mit einer Umarmung verabschieden, ziehe ich die ausgestreckte Hand natürlich sofort zurück und umarme sie ebenfalls.“ Eine kleine Geste, die spürbar macht, was hier zählt: Nähe, Wärme und das Gefühl, angekommen zu sein.

Detailansicht einer Suite im Unterschwarzachhof mit hochwertigen Stoffen und alpinem Interieur

Hochwertige Stoffe, maßgefertigte Möbel und liebevolle Details prägen das Interior-Konzept des Hauses.


Stilvolle Suite im Unterschwarzachhof mit alpinem Design und Naturtapete

Individuell gestaltete Suiten holen mit Naturmaterialien und feinen Details die alpine Landschaft ins Zimmer.


Innenpool im 1500 Quadratmeter großen Spa-Bereich des Unterschwarzachhofs

Der 1.500 Quadratmeter große Spa-Bereich bietet mit Innen- und Außenpool Raum für Ruhe und Regeneration.


Elegante Bar- und Loungebereich im Unterschwarzachhof mit alpinem Interieur

Warme Stoffe, dunkles Holz und sanftes Licht schaffen in der Bar und Lounge eine Atmosphäre zum Ankommen und Verweilen.


Stilvoll gedeckter Tisch im Restaurant des Unterschwarzachhofs in Saalbach

Feine Tischkultur trifft alpine Eleganz – das Restaurant des Unterschwarzachhofs verbindet Genuss mit stilvollem Ambiente.

Fotos – Christoph Schöch Photography, Jasmin Stanonik, Günter Standl, Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm Skicircus


Notizen

Hotel Der Unterschwarzachhof
Schwarzacherweg 40
5754 Hinterglemm
Österreich
www.unterschwarzach.at

 


Das gefüllte Perlhuhn à la Unterschwarzachhof
Ein Hauch Frankreich in den Alpen

Traditionelles Ofengericht in der Schmiedalm des Unterschwarzachhofs

Regionale Küche am offenen Ofen – hier wird alpine Tradition mit Leidenschaft zelebriert. Foto – Unterschwarzachhof/Günter Standl

Zart im Fleisch, edel im Geschmack, mit einer Haut, die beim Braten knuspert wie Herbstlaub. Küchenchef Edi, seit Jahrzehnten die Seele der Küche im Unterschwarzachhof, hat diesem Klassiker seinen eigenen Charakter verliehen: ein mit Gemüse gefülltes Perlhuhn, goldbraun gebraten, duftend nach Kräutern, Butter und Wein. Wenn das Perlhuhn aus dem Ofen kommt und der Duft von Butter, Kräutern und Röstaromen den Raum erfüllt, wird klar: Hier verschmelzen zwei Welten. Die französische Kunst der Perfektion trifft auf die alpine Wärme, für die der Unterschwarzachhof steht. Edi richtet das Gericht schlicht und präzise an: das tranchierte Perlhuhn auf einem Spiegel Selleriepüree, flankiert von glasiertem Gemüse, darüber der seidige Jus – golden, duftend, perfekt. „Kochen ist wie Musik“, sagt er. „Du brauchst Harmonie, Rhythmus und Leidenschaft – und manchmal reicht ein einfaches Perlhuhn, um ein ganzes Menü unvergesslich zu machen.“

Zutaten für 4 Personen
Für das Perlhuhn: 1 ganzes Perlhuhn (ca. 1,3–1,5 kg, küchenfertig), Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Thymian, Rosmarin, 50 g Butter (weich), 2 EL Olivenöl, 100 ml trockener Weißwein (z. B. Chablis), 100 ml Geflügelfond.

Für die Füllung (Gemüsefarce): 1 kleine Zucchini, fein gewürfelt, 1 kleine Karotte, fein gewürfelt, 1/2 Stange Lauch, fein geschnitten, 1 kleine Schalotte, gehackt 1 Knoblauchzehe, gehackt, 2 EL Butter, 1 EL Semmelbrösel, 1 Ei, 1 EL gehackte Petersilie, Prise Muskat, Salz, Pfeffer, etwas Zitronenabrieb, ein Schuss Cognac oder Weißwein

Zubereitung
1. Die Farce vorbereiten / Butter erhitzen, Schalotten, Knoblauch und das klein geschnittene Gemüse sanft anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronenabrieb würzen, leicht abkühlen lassen. Semmelbrösel, Ei und Petersilie einrühren – die Farce soll feucht, aber formbar sein.
2. Das Perlhuhn füllen / Das Perlhuhn innen salzen und pfeffern, mit der Gemüsefarce füllen und die Öffnung mit Küchengarn oder Zahnstochern verschließen. Außen mit Butter einreiben, mit Kräutern bestreuen und leicht mit Olivenöl beträufeln.
3. Das Braten / In einem Bräter Butter und Olivenöl erhitzen, das Perlhuhn rundum goldbraun anbraten. Mit Weißwein ablöschen, Geflügelfond zugießen und bei 180 °C etwa 60–70 Minuten im Ofen garen. Regelmäßig mit Bratensaft übergießen – so wird die Haut knusprig und das Fleisch zart. Edis Tipp: „Wenn die Haut goldbraun glänzt und sich das Fleisch leicht vom Knochen löst, ist das Huhn perfekt.“
4. Die Sauce / Den Bratensaft abseihen, einkochen und mit einem Stück kalter Butter montieren. Der Jus soll glänzen wie Seide – das ist französische Vollendung.