Tessiner Walnuss-Polenta – herrlich cremig

ALPS Rezept Polenta

© Fotos: Stefan Pabst

Ein einfaches, mündlich überliefertes Rezept aus dem Tessiner Maggiatal von meinem Onkel Erwin. Früher, bevor der Tourismus einsetzte und der Tessin einer der ärmsten Regionen der Schweiz war, ist Polenta neben Kastaniengerichten Hauptmahlzeit bis in die hintersten Winkel der Tessiner Täler gewesen. Heute ist sie durch die internationale Speisenvielfalt nicht mehr so populär, wird aber in den urigen Grottos und sogar in einigen Spitzenrestaurants in ausgeklügelten Variationen als Hauptspeise oder Beilage zu Fleisch- und Wildgerichten wie etwa Ossobuco serviert. Die ursprüngliche Tessiner Polenta wird mit dem dunkleren und aromatischeren Maismehl aus der am Nordufer des Lago Maggiore gelegenen Magadinoebene zubereitet. Nichts für eilige Esser, denn die Kochzeit beträgt ungefähr 40 Minuten. Beim deutlich helleren Maisgrieß, der bei uns erhältlich ist, geht es zügiger voran und schmeckt bei guter Würzung ebenso lecker. Sie kann auch wie das ursprüngliche Original entweder als Einzelgericht oder als Beilage serviert werden.

Tessiner Walnuss-Polenta

Zutaten für 4 Personen

  • 200 g Maisgrieß
  • 200 ml Milch
  • 600 ml Wasser
  • 1–2 Zwiebeln
  • Walnüsse gehackt, nach Geschmack Parmesan fein gerieben oder gehobelt, getrocknete italienische Kräuter, Schnittlauch zum Garnieren, zusätzlich etwas Wasser bereitstellen

Zubereitung
ALPS Rezept PolentaZwiebel klein schneiden, Wasser und Milch zusammen erhitzen und nach Geschmack salzen. Maisgrieß langsam einstreuen und mit dem Schneebesen gut verrühren. Etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren leicht kochen. Bei Bedarf einfach vom bereitgestellten Wasser nachgießen. Gehackte Walnüsse einstreuen und mit dem Schneebesen gut verteilen. Zwiebel in einer Bratpfanne mit Butter oder Öl leicht braun anschwitzen. Die Polenta vom Herd nehmen, sobald sie eine gute Konsistenz hat, und auf vorgewärmten Tellern verteilen. Die gerösteten Zwiebeln darüber geben, mit getrockneten Kräutern und geriebenem oder gehobeltem Parmesan bestreuen.

Sonja Friedl / Event Location Panta Rhei Sonja Friedl begriff schon als Kind auf der familieneigenen Berghütte, wie verbindend Essen sein kann. Nach Jahren im Controlling realisierte die passionierte Köchin ihren Traum und eröffnete in München die Event Location Panta Rhei (www.pantarhei-giesing.de). In jeder ALPS verrät sie Rezepte, die ihr ans Herz gewachsen sind.

Fotos: Stefan Pabst